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Coming Out
oder der Tag an dem ich meinen Schrank verlasse...

Der Begriff des „Coming out“ wurde aus dem Englischen übernommen und kommt von „coming out of the closet“, was soviel heißt wie „aus dem Schrank herauskommen“.
Obwohl „outen“ inzwischen oft auch umgangssprachlich für die Bekanntgabe beliebiger Informationen verwendet wird, ist sich als homosexuell zu outen oft mit dem Durchschreiten eines nicht immer einfachen Prozesses intensiver Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen, der bisherigen Sozialisation, mit Reaktionen der Umwelt, Vorurteilen, Homophobie und Diskriminierung verbunden.

Im Unterschied zum „Outing“ einem unfreiwilligen, von anderen initiierten Zwangsouten, ist das „Coming out“ ein freiwilliges Auseinandersetzen, Akzeptieren und öffentlich lesbischwules Leben.
Der „Coming-out-Prozess“ ist nicht an ein bestimmtes Alter gebunden und auch nicht unbedingt ein einmaliger oder klar abgeschlossener Prozess.
Homosexuelle sind weitreichend unterschiedlich „geoutet“ von der „Schranklesbe“, die noch in mehr oder minder vollkommener lesbischer Unsicherheit lebt, bis hin zur völlig offen lesbisch lebenden Frau.