In der Schwulenberatung bist du immer herzlich willkommen.
Und so erreichst du uns:

Persönliche Beratung und Information

Montag-Donnerstag 17-20 Uhr - Keine Voranmeldung nötig!
Telefonisch (01-585 4343) - anonym und kostenlos
Email schwulenberatung@villa.at


 
 
  Die Schwulenberatung steht allen InteressentInnen von Montag bis Donnerstag zwischen 17.00 und 20.00 zur Verfügung.
Während der Öffnungszeiten
- stehen wir persönlich für Anfragen und Hilfe jeder Art zur Verfügung,
- kann die Bibliothek besucht und das Archivs genutzt werden,
- ist diverses Informationsmaterial erhältlich (wir haben ein umfangreiches Angebot an Broschüren zu den Themen
  Homosexualität, Coming Out, Safer Sex, usw.)
- können Kondome und Gleitmittel erstanden werden.


Unser Angebot umfasst:

LOKALINFOS: Wir geben Informationen über die Wiener Schwulen- und Lesbenlokale weiter, und außerdem gerne auch Tipps zu Treffpunkten, sowohl in den anderen Bundesländern, als auch international.

VERANSTALTUNGSINFOS: Der ROSA TIP sieht es als eine seiner Aufgaben, sich über kulturelle und soziale Veranstaltungen auf dem Laufenden zu halten, um Interessierten die entsprechenden Hinweise geben zu können.

HAUSINFOS: Wir informieren über das Projekt ROSA LILA VILLA, die Schwulenberatung, die Lesbenberatung, die Wohngemeinschaften im LESBEN- & SCHWULENHAUS und das CAFE WILLENDORF, sowohl über aktuelle Situation, als auch geschichtliche Entwicklung.

BIBLIOTHEK: Während der Öffnungszeiten der Beratungsstelle bietet die Bibliothek des ROSA TIP zu den Themenbereichen Aufklärung, Sexualkunde, Geschichte, Soziologie, Psychologie und Belletristik im Zusammenhang mit Homosexualität, die Möglichkeit, diese Literatur zu entlehnen. Wertvolle und seltene Exemplare können in der Beratungsstelle angesehen werden..

COMING OUT: Trotz zunehmender Liberalisierung der Gesellschaft, ist es für die meisten Menschen ein Problem - sich selbst und ihrem sozialen Umfeld gegenüber - ihre eigenen homosexuellen Neigungen und Wünsche zuzugeben. Die Mitarbeiter des ROSA TIP kennen diese Ängste und inneren Kämpfe aus eigenen Erfahrungen. In dieser schwierigen Situation bietet der ROSA TIP Unterstützung und Hilfe, zu sich selbst zu stehen, sich selbst positiv wahrzunehmen und – falls gewünscht – Zugang zur schwul-lesbischen Szene zu bekommen, ohne dass es deshalb zum Bruch mit dem bisherigen sozialen Umfeld kommen muss. Nur wer lernt, eigene Vorurteile und Schuldgefühle abzubauen und zu sich und seiner sexuellen Veranlagung zu stehen, kann Akzeptanz und Verständnis innerhalb von Familie und Freundeskreis erfahren. Verdrängen homosexueller Neigungen kann zu (vor allem, aber nicht nur-) psychischen Erkrankungen führen, Verschweigen und Verstecken, machen meist unsicher und angreifbar.
Betroffen sind von dieser Problematik auch Eltern, nahe Angehörige und FreundInnen.

SEXUALAUFKLÄRUNG: In diesem Bereich geht es um die Fragen "Was und wie ist schwule Sexualität?" Hier wird deutlich, daß schulische Aufklärung über Homosexualität, oft gar nicht stattfindet oder sehr oft unzureichend ist. Diese Frage interessiert natürlich auch immer wieder Angehörige und FreundInnen homosexuell empfindender Menschen.

EINSAMKEIT - ISOLATION - KONTAKTSCHWIERIGKEITEN: Für Homosexuelle ist es – insbesondere am Land - oftmals nicht leicht, PartnerInnen oder tolerante FreundInnen zu finden. Der ROSA TIP kann mit Weiterleitung an verschiedene Vereine oder Gruppen behilflich sein.

BEZIEHUNGS- UND PARTNERSCHAFTSPROBLEME: Zwar kennen dieses Problem auch viele nicht homosexuelle Menschen, doch fühlen sich Schwule und Lesben in nicht spezifischen Beratungsstellen oft fehl am Platz. Bei einer Konsultation des ROSA TIP entfällt die (möglicherweise unbegründete) Angst, aufgrund der eigenen Sexualität als krank eingestuft oder sonstwie diskriminiert zu werden. Im ROSA TIP können sich viele Schwule erstmals als ganz selbstverständlich angenommen fühlen, erfahren manche eine Anteilnahme, die ihnen in der „heterosexuellen Gesellschaft“ oftmals verwehrt wurde.

DISKRIMINIERUNG - SCHWIERIGKEITEN MIT DER UMWELT: Leider sind auch heute noch Diskriminierungen aufgrund einer von der heterosexuellen Norm abweichenden Sexualität keine Seltenheit (z.B. am Arbeitsplatz). Die Berater des ROSA TIP können manchmal mit praktischen Tipps und Informationen helfen, leichter würde ihre Arbeit natürlich, wenn Österreich ein wirksames Antidiskriminierungsgesetz für homosexuelle Menschen hätte. Gerne leiten wir Betroffene an die Rechtsberatung Recht Beweglich oder die Antidiskriminierungsstelle der Stadt Wien weiter.

MEDIZINISCHER PROBLEMBEREICH: Hier geht es u. a. um Fragen nach sexuell übertragbaren Krankheiten sowie um den Bereich HIV und AIDS, insbesondere um Infektionswege und sichere sexuelle Praktiken. Auch wenn die medizinischen Probleme unserer Klienten oft nichts mit ihrer Sexualität zu tun haben, besteht häufig der Wunsch nach Vermittlung zu ÄrztInnen, die mit Homosexualität erfahrungsgemäß kein Problem haben.

HIV / AIDS: Die Berater des ROSA TIP klären über dieses Thema auf, wofür eine Fülle von Informationsmaterial von in- und ausländischen AIDS-Hilfen zur Verfügung steht, welches vom ROSA TIP immer neu angefordert und aktualisiert wird. Die Betroffenen erhalten, falls notwendig die geeigneten Informationen, an wen sie sich wenden können.

PSYCHOLOGISCHER PROBLEMBEREICH: Auf telefonischem wie auch direktem Beratungsweg können Schwule, welche in einer psychischen Krise stecken, sich an den ROSA TIP wenden. Besonders schwere oder langwierige Fälle werden an professionelle Beratungsstellen weiter vermittelt, da hierdurch kontinuierliche und fachkundige Beratung gewährleistet ist, die den Rahmen des ehrenamtlichen Engagements der Berater des ROSA TIP übersteigen würde.

TOURISTEN: Der ROSA TIP gilt für viele schwule Reisende als erste Anlaufstelle in Wien um Informationen über Lokalitäten, Unterkunftsmöglichkeiten und Veranstaltungen zu erhalten.

INTERNATIONALE KONTAKTE: Im Lauf des Jahres 2001 hat sich der Rosa Tip intensiv darum bemüht Kontakte mit schwullesbischen Organisationen außerhalb von Österreich aufzubauen. Diese sollen einer Steigerung der gemeinsamen Kompetenz, wie auch regelmäßigem Informationsaustausch dienen, um immer auf dem Laufenden zu sein. Besonders intensive Beziehungen ließen sich mittlerweile mit Het Roze Huis - Antwerpen, SUB – Köln und Mann-o-Meter - Berlin aufbauen.
Durch wiederholte Besuche im Seminarzentrum Waldschlösschen bei Göttingen (D) kann die Schwulenberatung vom Austausch mit anderen ehrenamtlich organisierten Beratungsinstitutionen profitieren.




Seite aktualisiert am 23.09.2002/sd