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Tag gegen Homophobie: 17. Mai

von Udo W. Häberlin am 2007-05-21 23:44:05
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Alle Jahre wieder: der internationale Tag gegen Homophobie. Er soll länderübergreifend Respekt und (Menschen-) Rechte für Lesben und Schwule einfordern.

Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, der Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel strich. Sicherlich wurde gerade in westlichen Metropolen viel erreicht. Die Regenbogen- und andere CSD-Paraden kommen oft riesigen Volksfesten oder Spaßevents gleich. Lesbische fernsehstars und schwule Bürgermeister; Tuntenstars und Popsternchen - man könnte denken, dass alles völlig akzeptabel ist... Dass dem nicht so ist, zeigt ein Blick über den Tellerrand. Man denke nur an Jugendliche, die in einer Kleinstadt ihr Coming-Out haben, Diskriminierung am Arbeitsplatz - wie viele geoutete schwule Profifußballer gibt’s noch mal? Ein Paradebeispiel für Homophobie findet man auf Kreuz.net - "Die Ininitiative einer internationalen privaten Gruppe von Katholiken in Europa und Übersee, die hauptberuflich im kirchlichen Dienst tätig sind". Übersetzt bedeutet dies, dass man sich hinter einer nicht existenten Adresse in Kalifornien versteckt. Die katholische Kirche hat sich bereits davon ausdrücklich distanziert. Bitte Baldriantropfen bereit legen! Vor allem darf man nicht die menschenunwürdige Situation von Schwulen und Lesben in vielen Ländern vergessen. Warum sollten wir in einem Land Urlaub machen, in dem der schnuckelige Poolboy jederzeit Gefahr läuft am sprichwörtlichen Galgen zu enden? Und für die kleinen Ansäzte von Homophobie zuhause: Die Mailadresse homophobie@villa.at gibt es noch immer, um eure Beobachtungen oder Erfahrungen mit Angriffen auf eure persönliche sexuelle Identität zu berichten. Wir sammeln die Fakten, um siePolitisch zu dokumentieren.



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