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Mehr gemeinschaftliches Wohnen?

von Udo W. Häberlin am 2009-12-05 12:05:07
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Interessierst du dich für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen mit Lesben, Schwulen oder Trans-Gender Menschen?

Nach Villa und Sargfabrik noch mehr (selbstverwaltete) Projekte für gemeinschaftliche Wohnformen in Wien?
Seit den 1960er Jahren konnten immer wieder Wohngruppen realisiert werden die auf der Suche nach alternativen Wohnformen auch Raum für gemeinschaftliche Lebensformen darstellten und neue Wohnformen praktizierten.

Sicherlich ist das „Erstes Wiener Lesben und Schwulenhaus”, die ROSA LILA VILLA in erster Linie ein Kultur- und Kommunikationszentrum für Lesben, Schwule und TransGender Personen als „nur“ ein Wohnprojekt, das seit rund 25 Jahren jeweils eine lesbische, schwule und gemischte Wohngemeinschaft beherbergt.
Auch die SARGFABRIK ist ein mit dem Verein für integrative Lebensgestaltung ein selbstverwaltetes Wohn- und Kulturprojekt das ebenso auf die 80iger Jahre zurückgeht. Doch seit diesen Pilotprojekten gab es mehr oder weniger einen gesellschaftlichen und politischen Stillstand was neue alternative Wohn(gemeinschafts)experimente angeht.

Auf die bestehenden Projekte folgten in Österreich kaum mehr neue Gemeinschaftsinitiativen.
Während in der Schweiz und Deutschland die Baugruppen boomten konnten die Wiener Projekte sich kaum „vervielfältigen“.

Nun soll es laut Stadtrat Ludwig auch bessere Rahmenbedingungen für weitere neue Projekte geben, die vorwiegend im Neubau auch politisch mehr gefördert werden sollen.
Doch die neuen, künftigen Wohn- und Bauprojekte können auf die Erfahrungen der Vergangenheit aufbauen. Dennoch gilt es nun Pilotprojekte zu entwickeln, die den heutigen Zielen aber auch heutigen Rahmenbedingungen entsprechen.
So wurde eine „INITIATIVE FÜR GEMEINSCHAFTLICHES BAUEN UND WOHNEN“ gegründet, die sich für die Schaffung rechtlicher, organisatorischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen einsetzt, damit es Gruppen besser gelingt selbstbestimmt und gemeinschaftlich Wohnprojekte zu initiieren.

Dazu sollten auch die Rahmenbedingungen wie Vernetzung, Beratung und Information, die Anpassung der Förderbedingungen, neue Finanzierungs- und Kreditmodelle, Know-how-Transfer und, vor allem, das Vorhalten bezahlbarer Grundstücke zur Vergabe an bauwillige Gruppen durch die öffentliche Hand verbessert werden.

Die neuen Initiative will eine Plattform schaffen, die alle diejenigen zusammenführt, die das Thema des gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens weiter voranbringen bringen wollen. Sie richtet sich dabei sowohl an Profis wie ArchitektInnen, Bauträger und PolitikerInnen als auch an Private, die das Bauen und Wohnen in Gemeinschaft für sich in Betracht ziehen. Ziel ist es, die Entstehungsbedingungen für gemeinschaftliche Wohnformen zu verbessern und die Umsetzung konkreter Projekte zu unterstützen. Dazu bedarf es insbesondere politischer Entscheidungen und des Engagements durch die öffentliche Hand.
Die Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen will einen Kristallisationspunkt schaffen. Wissen und Erfahrungen sollen systematisch zusammengetragen, InteressentInnen vernetzt werden, um die Nachfrage nach gemeinschaftlichen Wohnformen und selbstorganisierten Baugemeinschaften sichtbar zu machen und an der Schaffung von Rahmenbedingungen mitzuarbeiten.
Diese Initiative ist als Verein organisiert, parteipolitisch unabhängig und handelt ohne wirtschaftliches Eigeninteresse.

Wenn du Interesse an einer LesBiSchwulen oder queeren Wohngruppe hast, eine Idee oder Initiative dazu aufgreifen möchtest melde dich einfach!
Kontaktperson udo: haeberlin@gmx.net



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