Lila Tip kissed the Ladyfestvon Marty Huber am 2004-05-03 02:25:36 Artikel druckenEin Wochenende im Zeichen von Ladyfest gab es im März in der Villa. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, aber was ist das eigentlich ein Ladyfest? "Rock business is cock business" unter diesem Satz ließe sich das Musikgeschäft zusammenfassen, wären da nicht immer mehr Künstlerinnen, Veranstalterinnen, Journalistinnen und sonstige Aktivistinnen, die allerorten kommerzielle und insbesondere sexistische, rassistische und homophobe Strukturen von unten heraufrollen.
2000 fand das erste Ladyfest (Lady als Reaktion auf die Verniedlichung von Frauen im Pop auf girls oder girlies) in Olympia/USA statt und mittlerweile werden mit diesem Sommer an die 50 Ladyfeste weltweit stattgefunden haben. Jedes Ladyfest hat seinen eigenen Charakter, es gibt keine Corporate Identity, kein einheitlliches Format, kein kommerzielles Interesse. Das Wiener Ladyfest, das vom 10. bis zum 13. Juni stattfinden wird, hat bereits einiges an Programm organisiert. Neben den schon zahlreichen Konzerten wird es Workshops, Filme, etc. geben.
Nun, gut aber sind solche Festivals nicht längst out, ist es immer noch notwendig Frauenkonzerte zu organisieren? Und wie! Und das Ladyfest plant keine Ghettoisierung von Frauen im Musikbusiness, sondern ist als Selbstermächtigung, als Stärkung des Selbstbewußtseins, zum Aufbau von Netzwerken, kreativen Austausch und einfach zum sich selber Feiern gedacht. Denn ... girls just wanna have fun ... und Öffentlichkeit, Macht und Selbstbestimmtheit.
www.ladyfestwien.org
www.ladyfest.org
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