drucken

Lustige Dinge von der Frau Fekter...

von Karin Schönpflug am 2006-07-12 20:06:37

Was haben wir gelacht: "Sie wollen ein Signal, die Schwulen -und das werden sie von der ÖVP nicht kriegen. Und deshalb mögen sie uns nicht.", sagt VP-Justizsprecherin Maria Fekter zum Thema gleichgeschlechtliche Partnerschaften im Standard.

Lustig ist auch: "Ich habe kein verzopftes Weltbild, ich möchte nur Rechtsunsicherheit vermeiden." Und: "Der ÖVP liegt das Wohl aller Kinder am Herzen." (Anscheinend aber nicht das der erwachsen werdenden jungen Lesben und Schwulen, die mitten im Coming Out stecken und sich in dieses nicht verzopfte Weltbild einordnen müssen.)

Und dann die lustigen Gedanken zur Ehe: Fekter klärt im Standard Interview auf, dass die Diskriminierungen für gleichgeschlechtliche Partnerschaften "schon längst aus dem Weg geräumt [seien], und ich würde bitten, das auch endlich zur Kenntnis zu nehmen." Im Standard nennt sie folgende Beispiele (zitiert aus dem Standard): `Im Mietrecht seien Lebensgemeinschaften geschlechtsneutral definiert. Über die Jahre hätten die Höchstgerichte aber heterosexuell judiziert. Wenn nun der EuGH Österreich mahne, sei das eigentlich "eine Message an die Damen und Herren Richter. Der Gesetzgeber hat hier null Handlungsbedarf." Und wenn Krankenanstalten homosexuelle Partner nicht zu ihren kranken Freunden vorließen, "kann die ÖVP nichts dafür, und ich auch nicht". Die Betroffenen könnten auch immer Vollmachten an bevorzugte Personen geben - "das hat man selbst in der Hand".´

Hey, tolle Idee Frau Fekter!

"Die Sache ist die: Sie wollen nur ein Signal haben, die Schwulen. [Die Lesben nämlich nicht, hat wohl unser Anti-Homo-Ehe Statement gelesen, die Frau Fekter.] Und das werden sie von der ÖVP nicht kriegen. Und deshalb mögen sie uns nicht." Natürlich wünschten sich Homosexuelle eine Ehe und die Benefizien einer Ehe, sagt Frau Fekter im Standard: "Da geht es um Geld, und das wollen sie haben: Erbrecht, Witwenpension. Das kommt für uns aber nicht in Frage. Ehe ist nur zwischen Mann und Frau."

Genau! Kein Geld für Schwule und auch keine Rechte! Summernews von ÖVP. Und sind wirklich alle in der ÖVP ihrer Meinung? Fekter: "Ich habe mich daran zu halten, was der Parteivorstand und die Mehrheit des Klubs von mir erwarten. Und da ist die Schwulenehe mit Sicherheit nicht durchsetzbar."



(Petra Stuiber/ DER STANDARD, Printausgabe, 12.7.2006, mit lustigen Kommentaren von mir.)